Sie finden hier eine Übersicht über die wichtigsten Leistungen unserer Praxis.

 

Akupunktur

Chinesische Körperakupunktur

Die chinesische Körperakupunktur stellt in Europa sicherlich die bekannteste Form der Akupunktur dar. Sie ist eingebettet in die Traditionelle Chinesische Medizin und hat eine sehr lange Tradition:

Die Ursprünge der Körper-Akupunktur gehen zurück bis in die Steinzeit, als Steinnadeln bereits zu Heilzwecken verwendet wurden. Das erste medizinische Buch wurde zwischen 500 und 300 vor Christus in China zusammengestellt. Zahlreiche Abhandlungen folgten. Im 6. Jahrhundert erreichte die Körper-akupunktur auch Korea und Japan. In Europa fand die Akupunktur erst im 20.Jahrhundert Anerkennung und es dauerte bis in die 1990er Jahre, bis die chinesische Körperakupunktur auch von der Schulmedizin anerkannt wurde.

Französische Ohrakupunktur

Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte unabhängig von der chinesischen Körperakturpunktur in den 1950er Jahren, daß durch die Nadelung von Punkten im Ohr Krankheiten behandelt werden können. Er fand bei seinen Forschungen heraus, daß sich der gesamte menschliche

Körper im Ohr abbildet wie ein auf dem Kopf stehender Embryo. Die Technik wurde von ihm und seinen Mitstreitern immer weiter verfeinert und ganz wesentlich von seinem Sohn Dr. Raphael Nogier weiterentwickelt.

Japanische Schädelakupunktur

Die Erkenntnisse des japanischen Arztes Toshikatsu Yamamoto reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als er entdeckte, dass es spezifische Areale an der Kopfhaut gibt, welche unabhängig vom Konzept der chinesischen Körperakupunktur und der Ohrakupunktur nach Nogier auf Nadelung reagieren, und dies in aller Regel sehr schnell. Er entwickelte sein Konzept kontinuierlich weiter. Es ist auch unter dem Namen

YAMAMOTO NEUE SCHÄDELAKUPUKTUR YNSA

bekannt.

Orthopädische Krankheitsbilder:

  • HWS-,BWS-, und LWS-Syndrom
  • Gelenkschmerzen, z.B. bei Kniegelenksarthrose und Fingergelenksarthrose
  • Sehnenansatzbeschwerden wie z.B. Tennisellbogen, Trochanterperiostose/-bursitis
  • Unspezifische Muskel- und Weichteilschmerzen
  • Rheumaartige Beschwerdebilder
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Funktioneller Schwindel
  • Tinnitus

Behandlung von Störfeldern:

  • Narbenstörfelder
  • Nasennebenhöhlenentzündungen,insbesondere bei chronischem Verlauf

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Arthrosetherapie

Liebe Patientinnen und Patienten,

da die Arthrose verschiedener Gelenke eine der häufigsten Erkrankungen in einer orthopädischen Praxis ist, möchten wir Ihnen einige Informationen geben. Bitte zögern Sie nicht, uns gegebenenfalls anzusprechen!

Definition

Unter Arthrose versteht man den "Gelenkverschleiß", welcher einen Verlust an Knorpelmasse bedeutet. Auch Veränderungen am Knochen und an dem umliegenden aktiven Bewegungsapparat können auftreten. Ausgangspunkt ist immer eine erste Knorpelschädigung.

Man unterscheidet die primäre Arthrose, bei der keine genaue Ursache zu benennen ist, von der sekundären, welche u.a. Folge eines Unfalls, einer Entzündung oder auch z.B. einer Achsfehlstellung (O-Beine bei Kniearthrose) sein kann.

Beschwerden

Die Arthrose macht sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar:

  • zunehmende Bewegungseinschränkung
  • Schwellungen/Ergüsse
  • zunächst belastungsabhängige Schmerzen, später auch Ruhe- und Nachtschmerz
  • Reizzustände der umgebenen Sehnen und Muskeln
  • zunehmende Einbeziehung der Nachbargelenke (z.B. Blockierungen) oder der Gegenseite aufgrund der Schonung und Fehlbelastung
  • Instabilitäten
  • die Beschwerden treten oft „wellenförmig" auf, sind aber über die gesamte Zeitdauer eher zunehmend.

Diagnostik

Die Diagnose lässt sich in den meisten Fällen bereits anhand der Beschwerden und der Untersuchung stellen. Eine hohe Aussagekraft haben natürlich weitergehende Maßnahmen wie Ultraschall, Röntgen oder auch Schnittbildverfahren.

Therapie

Die Therapie sollte sich an dem individuellen Leidensdruck und den Erwartungen des Patienten orientieren sowie an den objektiven Befunden wie z.B. dem Röntgenbild. Wir möchten hier mit Ihnen ein realistisches Konzept erarbeiten, welches immer an verschiedenen "Hebeln" wirkt:

  • Schmerztherapie
  • gezieltes Eigenübungsprogramm
  • Gewichtskontrolle
  • Bewegungstherapie/KG
  • Anpassung von Belastung und Belastbarkeit.

Insbesondere im Bereich der Schmerztherapie können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden:

  • klassische entzündungs- und schmerzhemmende Medikamente, eventuell auch in Kombination
  • spezielle Injektionstechniken, ggf. auch ultraschallkontrolliert. Hier werden entweder sogenannte „Chondroprotektiva" wie die Hyaluronsäure, oder schmerzbetäubende Medikamente evtl. mit Cortisonzusatz unter sterilen Bedingungen gegeben.
  • Akupunktur (z.B. bei Kniearthrose und Beschwerden des unteren Rückens auch Kassenleistung)
  • physikalische Maßnahmen, wie Wärme/Kälte,
  • Lasertherapie
  • bestimmte Elektrotherapieverfahren wie z.B. TENS
  • Röntgenreizbestrahlungen
  • Einlagenversorgung und andere Hilfsmittel wie Bandagen
  • operative Maßnahmen.

Welche Maßnahmen für Sie besonders sinnvoll sind, werden wir gerne mit Ihnen besprechen und diese dann einleiten.

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Atlastherapie nach Arlen

Entwicklung der Atlastherapie nach Arlen

Der elsässische Arzt Dr. Albert Arlen (1925 – 1992) entwickelte in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts eine von ihm als Atlastherapie bezeichnete manuelle Technik zur Behandlung der oberen Halswirbelsäule. Ausgangspunkt seiner Methode war die Beobachtung, dass bei Patienten mit Kopf- und Nackenschmerzen oder nach HWS-Traumen der Atlas, also der oberste Halswirbelkörper, auf dem die Schädelkalotte gelagert ist, im Röntgenbild gegenüber der als Idealposition angesehenen Symmetrieposition verschoben schien. Dr. Arlen versuchte durch einen seitlichen Impuls den Atlas wieder in Symmetriestellung zu bringen. Der Effekt war beeindruckend. Kopf- und Nackenschmerzen verschwanden, desgleichen die vegetativen und neurologischen Begleitsymptome. (Konzentrationsstörungen, Schwindel, Leistungsabfall, Übelkeit)

Beim Versuch den Erfolg durch eine Röntgenkontrolle zu dokumentieren, mußte Dr. Arlen allerdings feststellen, dass sich die Position des Atlas nicht verändert hatte. Beim Versuch, den gleichen positiven Effekt mittels eines Impulses von der anderen Seite zu erzielen, fand sich entweder gar keine Wirkung oder eine (zum Teil erhebliche) Verschlechterung der Beschwerden. Es ist also festzuhalten, dass die richtige Impulsrichtung elementar ist für den Therapieerfolg.

Die röntgenologische Stellungsdiagnostik ist daher unabdingbare Grundlage der Atlastherapie nach Arlen.

Es findet aber k e i n e Manipulation an der Halswirbelsäule statt.

Was passiert bei der Atlastherapie nach Arlen?

Wie oben bereits ausgeführt, wird ein ultrakurzer Impuls auf den seitlichen Fortsatz des Atlas (oberster Halswirbelköper) gegeben. Dabei werden kleine Rezeptoren im Bindegewebe zwischen Hautoberfläche und Knochenfortsatz und Rezeptoren in der tiefen Halsmuskulatur aktiviert.

Diese Rezeptoren sind mit den vegetativen Zentren im Halsmark und im Gehirn verschaltet. Dadurch ist die rasche Beeinflussung der Muskulatur und des Bindegewebes (Reduktion der Muskelspannung und der Spannung im Bindegewebe) und die oft verblüffend schnelle Beeinflussung vegetativer Störungen erklärbar.

Weiterentwicklung der Atlastherapie

Während die Impulse anfangs sehr kräftig und für den Patienten anfänglich sehr unangenehm waren, konnte durch Verfeinerung der Technik der Kraftaufwand erheblich reduziert werden. Hierzu trug nicht zuletzt sein langjähriger Mitarbeiter und Wegbegleiter Dr. Henning Lohse-Busch erheblich bei.

Während die Technik nach Arlen ohne jegliche Manipulation arbeitet, haben sich auch andere Atlastherapie-Verfahren etabliert, die mit Manipulation arbeiten und für sich in Anspruch nehmen, die Position des Atlas zu „korrigieren". Sie sollten aber nicht mit der Atlastherapie nach Arlen verwechselt werden.

Indikationen für die Atlastherapie

Es handelt sich bei der Atlastherapie um ein unspezifisches vegetatives Therapieverfahren. Es lassen grundsätzlich alle vegetativen Störungen, v.a. Störungen der Muskel- und Bindegewebsspannung und ihre vegetativen Begleiterscheinungen behandeln. Dabei hat sich gezeigt, dass die Atlastherapie nach Arlen in ein Gesamtkonzept mit dem umfangreichen Spektrum der Manuellen Therapie eingebettet sein sollte.

Orthopädische und mit diesen assoziierte Krankheitsbilder:

  • Hartnäckige und langwierige Muskelverspannungen
  • Funktioneller Schwindel
  • Funktionelle Sehstörungen
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • TAS – Tonusasymmetrie-Syndrom
  • KISS – Kopfgelenksinduzierte Symmetriestörung
  • SMD – Sensomotorische Dyskybernese
Grundsätzlich können auch andere auf der Störung des vegetativen Nervensystems basierende Krankheitsbilder behandelt werden. Hierzu liegen aber keine gesicherten Behandlungsergebnisse vor.

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"Bielefelder Rückenmodell"

Das "Bielefelder Rückenmodell" wurde von Krankenkassen und niedergelassenen Ärzten mit dem Ziel gegründet, einer Chronifizierung von Rückenbeschwerden vorzubeugen bzw. diese zu beenden. Hierzu wurden Therapieansätze entwickelt, die den Erkenntnissen der modernen Schmerzforschung und Trainingslehre Rechnung tragen.

Das Modell wird von folgenden Krankenkassen unterstützt:

  • In der BKK ARGE OWL: Bertelsmann-BKK, BKK Diakonie, BKK Dürkopp-Adler, BKK Gildemeister Seidensticker, Heimat Krankenkasse, BKK Herford Minden Ravensberg, GKK Melitta Plus
  • BKK Miele

Chirotherapie

Begriff der Chirotherapie

Sowohl in Chirotherapie (Chir-, griechisch: Hand) wie auch in Manuelle Medizin (Manus, lateinisch: Hand) steckt das Wort Hand. Insofern ist die Bedeutung gleich.

Die Begriffe Chirotherapie, Manuelle Medizin, Osteopathie und Chiropraktik sind nicht geschützt und werden sowohl von Laien als auch von Ärzten nicht einheitlich benutzt, weswegen bei den Patienten oft eine große Verunsicherung besteht. Im Folgenden sollen daher die Begriffe erläutert werden und die therapeutischen Möglichkeiten und Indikationen dargestellt werden.

Entwicklung der Chirotherapie

Viele Jahrhunderte wurde die Chirotherapie durch Heiler und Laien praktiziert und geriet dann durch die Fortschritte in der "Schulmedizin" in Vergessenheit. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in den USA gleichzeitig die Behandlungsrichtungen Osteopathie und Chiropraktik. Diese wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen gelehrt.

Diese Entwicklung wurde in Europa aufgegriffen, wo es einigen Pionieren zu verdanken ist, dass die heutige Chirotherapie / Manuelle Medizin auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt wurde. Dabei fand zunächst der Begriff Chirotherapie Anwendung. Mittlerweile hat sich aber der Begriff Manuelle Medizin etabliert. Die angewendeten Verfahren sind seit vielen Jahren in die Schulmedizin integriert.

Die Chirotherapie / Manuelle Medizin ist eine gesetzlich geregelte Zusatzqualifikation für Ärzte und somit von den Kostenträgern anerkannt. Der Begriff Manuelle Therapie ist eine Zusatzqualifikation für Physiotherapeuten.

Wie funktioniert Chirotherapie / Manuelle Medizin?

Zum Einsatz kommen die Techniken Mobilisation und Manipulation. Mittels Mobilisation erfolgen vorsichtige Bewegungsübungen, um das Bewegungsausmaß des gestörten Gelenks zu verbessern.

Ziel der Manipulation ist das Lösen von Bewegungsstörungen, sog. Blockierungen, mittels Impulstechnik. Der Impuls ist dabei gekennzeichnet durch hohe Geschwindigkeit, geringe Kraft und kurzen Weg.

Wie unterscheidet sich die Osteopathie von der Chirotherapie / Manuellen Medizin?

Berufspolitisch und auch thematisch gehört die Osteopathie zur Manuellen Therapie. Osteopathie ist ebenso wie Chiropraktik eine in Deutschland nicht geschützte Bezeichnung.

Inhaltlich gibt es erhebliche Unterschiede zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie. Allen Techniken der Osteopathie ist gemeinsam, daß sie sanft sind und ohne Impuls arbeiten. Sie entsprechen auch nicht einer Mobilisation im Sinne der klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie, auch wenn sie teilweise eine sehr starke mobilisierende Wirkung haben.

Unter dem Begriff Osteopathie werden insgesamt 7 Techniken zusammengefaßt:

  • Myofasciales Release (MFR),
  • Craniosacrale Ostopathie (CSO),
  • Muskel-Energie-Techniken (MET),
  • Strain-Counterstrain (CoSt),
  • Viscerale Osteopathie (VIS),
  • Parietale Integration,
  • Funktionale Techniken

Diese Techniken können für sich allein oder aber in Kombination eingesetzt werden. Sie stellen nicht zuletzt eine effektive Ergänzung zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie dar.

Indikationen für Chirotherapie / Manuelle Medizin und Osteopathie

  • HWS-,BWS-, und LWS-Syndrom
  • Bewegungsstörungen der peripheren Gelenken (Fingergelenke, Ellbogengelenke, Kniegelenke usw.)
  • Sehnenansatzbeschwerden wie z.B. Tennisellbogen, Trochanterperiostose/-bursitis
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Funktioneller Schwindel,
  • Tinnitus

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iGeL-Leistungen

Auch Therapieformen, welche nicht von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, können wirksam und hilfreich sein.

Bestes Beispiel ist die Akupunktur, welche bei den Diagnosen "unterer Rückenschmerz" und "Arthrose des Kniegelenks" zwar Kassenleistung ist, bei anderen Erkrankungen wie der Arthrose der Hüfte oder Schulternackenbeschwerden  etc. aber nicht und so zur Individuellen Gesundheits-Leistung wird. Folgende Therapieangebote können wir Ihnen zusätzlich machen:

  • erweiterte Maßnahmen der manuellen Medizin wie Osteopathie und Atlastherapie
  • Akupunkturbehandlungen inklusive Auriculotherapie nach Nogier
  • Ein hochwirksames Elektrotherapieverfahren mit der WaDit Hochton-Therapie, besonders empfohlen bei Gelenkbeschwerden, Muskel- und Sehnenerkrankungen
  • Lasertherapie mittels des "Opton Laser Therapiesystems" der Firma Zimmer mit guten Erfolgen bei Reizungen und Schmerzen mit kurzem Abstand zur Hautoberfläche wie zum Beispiel Fingergelenksarthrosen, Fersensporn, Sehnenreizungen
  • Softlaserbehandlungen mit Next-Laser zur Behandlung von Störfeldern und der Entstörung von Narben
  • Muskelkraftanalysen und gezieltes Training an MedX Geräten, sehr wirkungsvoll bei Muskelschwäche und Dysbalancen (Muskelungleichgewichten) im Bereich der Lendenwirbelsäule und im Schulternackenbereich
  • Knochendichtemessung, sofern sie nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird
  • Posturologie ist ein spezielles Diagnose- und Behandlungskonzept, welches sich mit der Körperstatik und der Propriozeption beschäftigt. Sehr interessant!
  • Spezielle Injektions- und Infiltrationsverfahren, wie z.B. Hyaluronsäureinjektionen z.B. bei Arthrose von Hüft-, Knie-, Schultergelenken.

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Knochendichtemessung mittels DPX-Methode

Am Anfang der Osteoporosediagnostik steht eine eingehende Anamneseerhebung. Sie dient insbesondere der Erfassung von Risikofaktoren. Hinzu kommen evtl. auch Röntgenuntersuchungen. Von besonderer Bedeutung für die Diagnosestellung ist die Knochendichtemessung.

Weltweit ist die Knochendichtemessung mittels DXA-Methode (Synonym: DPX-Methode) Standard. Hiermit kann die Knochendichte zuverlässig und mit vernachlässigbarer Strahlenbelastung bestimmt werden.

Wir verfügen im Rahmen einer Apparategemeinschaft über ein modernes DPX-Gerät mit ständig aktualisierter Software.

Die Kosten einer Knochendichtemessung werden von den Privaten Krankenversicherungen stets und von den gesetzlichen Versicherungen in bestimmten Fällen übernommen.

Labordiagnostik

Bei der Diagnostik und auch der Verlaufsbeurteilungen verschiedener Erkrankungen spielen auch Blutuntersuchungen oder Laboruntersuchungen von Gelenkpunktaten eine große Rolle. Insbesondere bei rheumatischen und anderen entzündlichen Erkrankungen oder auch bestimmten Stoffwechselstörungen werden wir in Absprache mit Ihnen entsprechende Untersuchungen veranlassen.

Manuelle Medizin

Begriff der Mauellen Therapie

Sowohl in Manueller Medizin (Manus, lateinisch: Hand) wie auch Chirotherapie (Chir-, griechisch: Hand) steckt das Wort Hand. Insofern ist die Bedeutung gleich.

Die Begriffe Manuelle Medizin, Chirotherapie, Osteopathie und Chiropraktik sind nicht geschützt und werden sowohl von Laien als auch von Ärzten nicht einheitlich benutzt, weswegen bei den Patienten oft eine große Verunsicherung besteht. Im Folgenden sollen daher die Begriffe erläutert werden und die therapeutischen Möglichkeiten und Indikationen dargestellt werden.

Entwicklung der Manuellen Medizin

Viele Jahrhunderte wurde die Chirotherapie durch Heiler und Laien praktiziert und geriet dann durch die Fortschritte in der "Schulmedizin" in Vergessenheit. Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in den USA gleichzeitig die Behandlungsrichtungen Osteopathie und Chiropraktik. Diese wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen gelehrt.

Diese Entwicklung wurde in Europa aufgegriffen, wo es einigen Pionieren zu verdanken ist, dass die heutige manuelle Medizin auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt wurde. Dabei fand zunächst der Begriff Chirotherapie Anwendung. Mittlerweile hat sich aber der Begriff Manuelle Medizin etabliert. Die angewendeten Verfahren sind seit vielen Jahren in die Schulmedizin integriert.

Die Manuelle Medizin / Chirotherapie ist eine gesetzlich geregelte Zusatzqualifikation für Ärzte und somit von den Kostenträgern anerkannt. Der Begriff Manuelle Therapie ist eine Zusatzqualifikation für Physiotherapeuten.

Wie funktioniert Manuelle Medizin / Chirotherapie?

Zum Einsatz kommen die Techniken Mobilisation und Manipulation. Mittels Mobilisation erfolgen vorsichtige Bewegungsübungen, um das Bewegungsausmaß des gestörten Gelenks zu verbessern.

Ziel der Manipulation ist das Lösen von Bewegungsstörungen, sog. Blockierungen, mittels Impulstechnik. Der Impuls ist dabei gekennzeichnet durch hohe Geschwindigkeit, geringe Kraft und kurzen Weg.

Wie unterscheidet sich die Osteopathie von der Manuellen Medizin / Chirotherapie?

Berufspolitisch und auch thematisch gehört die Osteopathie zur Manuellen Therapie. Osteopathie ist ebenso wie Chiropraktik eine in Deutschland nicht geschützte Bezeichnung.

Inhaltlich gibt es erhebliche Unterschiede zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie. Allen Techniken der Osteopathie ist gemeinsam, daß sie sanft sind und ohne Impuls arbeiten. Sie entsprechen auch nicht einer Mobilisation im Sinne der klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie, auch wenn sie teilweise eine sehr starke mobilisierende Wirkung haben.

Unter dem Begriff Osteopathie werden insgesamt 7 Techniken zusammengefaßt:

  • Myofasciales Release (MFR),
  • Craniosacrale Ostopathie (CSO),
  • Muskel-Energie-Techniken (MET),
  • Strain-Counterstrain (CoSt),
  • Viscerale Osteopathie (VIS),
  • Parietale Integration,
  • Funktionale Techniken

Diese Techniken können für sich allein oder aber in Kombination eingesetzt werden. Sie stellen nicht zuletzt eine effektive Ergänzung zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie dar.

Indikationen für Manuelle Medizin / Chirotherapie und Osteopathie

  • HWS-,BWS-, und LWS-Syndrom
  • Bewegungsstörungen der peripheren Gelenken (Fingergelenke, Ellbogengelenke, Kniegelenke usw.)
  • Sehnenansatzbeschwerden wie z.B. Tennisellbogen, Trochanterperiostose/-bursitis
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Funktioneller Schwindel,
  • Tinnitus

Indikationen insbesondere für Osteopathie

  • Sehnenansatzentzündungen
  • Narbenbeschwerden
  • Unspezifische Muskel- und Weichteilschmerzen

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Muskelkraftanalyse u. Med. Kräftigungstherapie an MedX-Geräten

Hier geht es um die Diagnostik und Therapie von muskulären Ungleichgewichten oder Muskelschwächen. Insbesondere bei chronischen Rückenschmerzen ist eine unzureichend ausgebildete tiefe Rückenmuskulatur Ursache der Beschwerden. An den speziell entwickelten MedX Diagnose- und Trainingsgeräten lassen sich derartige Probleme effizient aufspüren und gezielt behandeln.

Osteologie

Osteologie

Die Osteologie (von griechisch osteon = Knochen, logos = Lehre) ist die Lehre von den Kochen bzw. vom Skelettsystem. Die wohl bedeutsamste Erkrankung des Knochensystems dürfte dabei die Osteoporose sein.

Osteoporose

Die Osteoporose ist gekennzeichnet durch eine verminderte Knochenmasse und Knochenqualität. Sie führt zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit.

Von Osteoporose waren im Jahr 2003 mehr als ein Viertel aller Deutschen im Alter ab 50 Jahren betroffen, 6,5 Millionen Frauen und 1,3 Millionen Männer (Häussler B et al. 2006). Jährlich erkranken 885.000 Menschen neu und entstehen Kosten von 4,5 Milliarden Euro (BEST-Studie, Osteologie-Kongress 2012, 30.03.212).

Neben immensen Kosten verursacht die Osteoporose aber auch große menschliche Tragödien. Jeder neunte Osteoporose-Patient erleidet innerhalb eines Jahres einen Knochenbruch, die Hälfte davon sogar mehrmals. Vor allem Schenkelhals- und Wirbelkörperfrakturen gehen mit einer eingeschränkten Lebensqualität und einer erhöhten Sterberate einher. Ca. 30.000 Menschen werden jährlich durch die Folgen der Osteoporose zum Pflegefall.

Osteoporose ist keine Frauenkrankheit!

Wie die o.g. Zahlen belegen, ist Osteoporose entgegen der noch immer vorherrschenden Auffassung keine Frauenkrankheit.

Wie wird Osteoporose diagnostiziert?

Eigentlich müßte man Knochengewebe entnehmen, um eine sichere Aussage über Knochenmasse und Knochenqualität machen zu können. Dies ist natürlich beim lebenden Menschen nicht möglich. Daher wird die sogenannte Knochendichte bestimmt. Dabei hat sich als besonders zuverlässig das sogenannte DEXA- (=DPX-) Verfahren herauskristallisiert. Die Strahlenbelastung ist vernachlässigbar. In bestimmten Fällen wird auch das qCT eingesetzt. Dies hat aber eine höhere Strahlenbelastung. Außerdem sind alle großen Forschungsarbeiten mit der DEXA-Methode durchgeführt worden, weshalb sich qCT nicht als Standardverfahren durchgesetzt hat. Die Ultraschallverfahren an Armen und Füßen sind nach wie vor nicht zur Diagnosestellung geeignet, da es hierfür keine Vergleichsdaten gibt.

Ergänzende Diagnostik

Neben der altersbedingten Osteoporose und der Hormonmangel-Osteoporose gibt es andere stoffwechselbedingte Osteoporoseformen, die man mittels Labordiagnostik nachweist.

Therapie der Osteoporose

Soweit eine spezifische Ursache besteht, wird natürlich diese auch behandelt. Allerdings wird die sogenannte Postmenopausale Osteoporose (Osteoporose bei Frauen nach Ausbleiben der Regelblutung) nicht mehr mittels Hormonen behandelt, da es andere Medikamente gibt, die ein geringeres Nebenwirkungsprofil haben.

Basistherapie der Osteoporose ist die ausreichende Versorgung mit Vitamin-D und Calcium. Während man Calcium im Allgemeinen in ausreichender Menge über die Ernährung zuführen kann, bedarf es bzgl. Vitamin-D meistens der medikamentösen Ergänzung. Ob eine sog. spezifische Osteoporose-Therapie mit weiteren Medikamenten erforderlich ist, ist im Einzelfall zu entscheiden und hängt ganz wesentlich vom Vorhandensein weiterer Risikofaktoren ab. Wichtig ist natürlich auch eine ausreichende körperliche Betätigung, da sich nur dann Knochen aufbauen kann. Eine gute Koordinationsfähigkeit reduziert das Sturzrisiko und damit das Risiko Knochenbrüche zu erleiden.

Was ist ein Osteologe?

Um die Qualität der Versorgung von Patienten mit Osteoporose, aber auch mit anderen Knochenerkrankungen sicherzustellen, wurde im Jahr 2004 die Orthopädische Gesellschaft für Osteologie e.V. (OGO) gegründet und zusammen mit dem Dachverband deutschsprachiger osteologischer Fach-gesellschaften (DVO) die Qualifikation Osteologe DVO definiert. Um diese Qualifikation zu erlangen, sind vier umfangreiche Kurse einschl. Prüfungen zu durchlaufen. Mittlerweile wurde eine Re-Zertifizierung vorgeschrieben, die alle 5 Jahre nachzuweisen ist. Auch diese setzt zahlreiche Kurse voraus, damit sichergestellt ist, dass Patienten mit Knochenerkrankungen auf qualitativ hohem Niveau behandelt werden. Aufgrund des hohen Anspruchs an die Zertifizierung bzw. Re-Zertifizierung ist die Zahl der (re-)zertifizierten Osteologen DVO recht klein, was sehr bedauerlich ist.

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Osteopathie

Was ist Osteopathie?

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich in den USA gleichzeitig die Behandlungsrichtungen Osteopathie und Chiropraktik. Die Osteopathie wurde als eigenständige Behandlungsmethode weiterentwickelt und ist in den USA und in Europa etabliert. Osteopathie ist allerdings ebenso wie Chiropraktik eine in Deutschland nicht geschützte Bezeichnung.

Berufspolitisch und auch thematisch gehört die Osteopathie zur Manuellen Medizin. Inhaltlich gibt es erhebliche Unterschiede zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie.

Allen Techniken der Osteopathie ist gemeinsam, daß sie sanft sind und ohne Impuls arbeiten. Sie entsprechen auch nicht einer Mobilisation im Sinne der klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie, auch wenn sie teilweise eine sehr starke mobilisierende Wirkung haben.

Unter dem Begriff Osteopathie werden insgesamt 7 Techniken zusammengefaßt:

  • Myofasciales Release (MFR),
  • Craniosacrale Ostopathie (CSO),
  • Muskel-Energie-Techniken (MET),
  • Strain-Counterstrain (CoSt),
  • Viscerale Osteopathie (VIS),
  • Parietale Integration,
  • Funktionale Techniken

Diese Techniken können für sich allein oder aber in Kombination eingesetzt werden. Sie stellen eine effektive Ergänzung zur klassischen Manuellen Medizin / Chirotherapie dar.

Indikationen für Osteopathie

  • HWS-,BWS-, und LWS-Syndrom,
  • Bewegungsstörungen der peripheren Gelenke (Fingergelenke, Ellbogengelenke, Kniegelenke usw.),
  • Sehnenansatzbeschwerden wie z.B. Tennisellbogen, Trochanterperiostose/-bursitis,
  • Kopfschmerzen, Migräne,
  • Funktioneller Schwindel,
  • Tinnitus,
  • Narbenbeschwerden,
  • Unspezifische Muskel- und WeichteilschmerzenSehnenansatzentzündungen

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Posturologie

Was ist Posturologie?

Eigentlich ist der Begriff Posturologie nicht korrekt, denn er kommt vom Begriff positura (lat.) und heißt (Köper-) Haltung. Es müßte also eigentlich Positurologie heißen.

Während die Schulmedizin erst langsam beginnt, den Menschen als Ganzes zu betrachten, ist es ein besonderes Kennzeichen der Haltungslehre Posturologie, den menschlichen Körper und insbesondere die Körperhaltung als Gesamtheit zu betrachten. So sieht sie den Menschen auch nicht fachspezifisch, sondern interdisziplinär. Es werden alle für die Körperhaltung wichtigen Rezeptoren berücksichtigt, insbesondere die Füße, die Augen und die Kiefergelenke.

Woher kommt die Posturologie?

Die Ursprünge der Posturologie reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Dem französischen Chirurgen und Orthopäden Prof. Dr. Bernard Bricot aus Marseille ist es zu verdanken, dass er sich dieser Haltungslehre erneut annahm und sie nach Entwicklung eines umfassenden Gesamtkonzepts 1979 in Frankreich einführte. Seit den 90er Jahren des 20.Jahrhundert bilden Prof. Dr. Bricot und seine Schüler auch Ärzte in Deutschland aus.

Wie wirkt die Posturologie?

Die Posturologie ist eine integrierende Medizin, sie basiert auf anatomischen, neurologischen und neurophysiologischen Grundlagen sowie auf fast allen Basiswissenschaften. Die Posturologie analysiert die Körperhaltung und ihre Einflußfaktoren nach einem ausgeklügelten System und deckt dadurch die Faktoren auf, die zu Fehlhaltungen des tonischen Haltungssystems führen. Aus dem Ergebnis dieser Analyse wird dann die Therapie abgeleitet.

Ziel der Therapie ist die Wiederherstellung, die sog. Reprogrammierung des "Computers", der unsere Haltung steuert. Bei diesem Computer handelt es sich um unser Gehirn und unser Rückenmark, die auf der Grundlage der eingehenden Informationen aus den Sinnesorganen unsere Haltung über die Muskulatur steuern.

Die wichtigsten Sinnesorgane sind die Füße, die Augen und die Kiefergelenke. Ein weiteres, großes Sinnesorgan ist die Haut. Typische Störungen in diesem Sinnesorgan sind Narben, die sich zum Teil in erheblicher Weise auf die Körperhaltung auswirken können. Daneben wirken aber auch alle anderen Gelenke als Sinnesorgane in geringerem Umfang mit.

Wie sieht die Therapie aus?

Die Korrektur der Haltungsstörungen erfolgt insbesondere über die Behandlung der Sinnesorgane, die für unser Gleichgewicht im Raum und im Bezug zu unserem Lebensumfeld verantwortlich sind, v.a. über unsere Füße, Augen und Kiefergelenke. Die Posturologie bewirkt durch den Einsatz sehr spezieller Propriozeptiver Einlagen zum einen eine Korrektur der Fehlstatik der Füße, zum anderen durch Einwirkung auf die Fußrezeptoren einen Einfluß auf die Steuerungsvorgänge im Gehirn. Störungen der Rezeptoren Augen und Kiefergelenke werden, wenn erforderlich, interdisziplinär angegangen

Wie lange dauert eine Therapie?

Die Programme, mit denen das Gehirn unsere Körperhaltung steuert, lassen sich bei Kindern, vorausgesetzt, dass die Störungen nicht sehr schwerwiegend sind, innerhalb eines Jahres "reprogrammieren". Bei Erwachsenen können die notwendigen Zeiträume wesentlich länger sein.

Indikationen:

  • HWS-Syndrom, Kopfschmerzen, Schwindel
  • BWS-Syndrom, rezidivierende Atemnot
  • LWS-Syndrom, Gefühl, das Kreuz bricht durch
  • Skoliosen
  • Gelenkschmerzen durch statische Fehlbelastungen
  • Fehlstatik der Füße
  • Craniomandibuläre Dysfunktion
  • Unspezifische Kniegelenksprobleme

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Röntgendiagnostik

Mit der Röntgendiagnostik lassen sich Veränderungen am Knochen und an den Gelenken nachweisen oder glücklicherweise auch häufig ausschließen. Durch den hohen Ausbildungsstand in unserer Praxis, nachgewiesen durch entsprechende Fortbildungen im Strahlenschutz und regelmäßige interne Fortbildungen können wir eine hohe Qualität der Röntgendiagnostik vorhalten. Ob und welche Untersuchungen sinnvoll sind, wird anhand einer körperlichen Untersuchung und eines Anamnesegesprächs mit Ihnen entschieden. Geplant ist die technische Aufrüstung unserer Anlage auf ein digitales Röntgensystem. Dieses erlaubt dann auch die Speicherung von Fremdaufnahmen und das Mitgeben der Bilder auf einer CD oder einem Papierausdruck.

Sportmedizin

In der Sportmedizin geht es zum Einen um die Behandlung von akuten Verletzungen, zum Anderen auch um die Beurteilung der generellen Sporttauglichkeit und die Optimierung von Belastung und Belastbarkeit unter Berücksichtigung der individuellen Gegebenheiten. Hierbei spielen Begriffe wie Körperstatik, Trainingslehre, Leistungsdiagnostik und spezielle Therapien eine große Rolle. Für akute Verletzungen halten wir spezielle kurzfristige Termine bereit.

Ultraschalluntersuchungen

Diese Untersuchungen können wir anhand eines hochwertigen, auf neuestem Standard befindlichen Sonografiegerätes durchführen.

Die Untersuchung ist schmerzfrei und gänzlich ohne Risiken. Sie kann verwendet werden, um bestimmte Aussagen über Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder oder Gewebeveränderungen wie z. B. Lipome zu treffen. Auch die Untersuchung der Säuglingshüfte zur Einschätzung einer möglichen Hüftdysplasie kann hiermit durchgeführt werden. Sowohl Dr. Bielefeldt als auch Dr. Börke haben hierzu die nötige Qualifikation und die Zulassung, diese Untersuchung als vertragsärztliche Leistung durchzuführen.

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